Bundesverband Initiative 50Plus logo
27. 12. 2018

Horror-Studie belegt: Private Altersvorsorge macht Rentner ärmer! (2)

Eine aktuelle Studie über private Rentenanbieter kommt zu einem Horror-Ergebnis, das ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Kurzum: Private Altersvorsorge hält ihr Versprechen nicht. Salopp ausgedrückt, ist sie das Papier nicht wert, auf dem die Verträge gedruckt sind.

Aus eigenem Interesse: Die Versicherungswirtschaft verteidigt die private Altersvorsorge

Da nützt es auch nichts, wenn Ihnen von deutschen und internationalen Experten (Weltbank, Internationaler Währungsfonds (IWF), Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OSZE), Entwicklungsorganisationen wie etwa (USAID) oder die asiatischen und interamerikanischen Entwicklungsbanken) was ganz anders erzählt wird. Sie werden nicht müde fast gebetsartig herunterzuleiern, dass die meisten Menschen ohne eine vernünftige private Altersvorsorge im Alter zu wenig Geld haben, um ihren Lebensabend unbekümmert zu gestalten beziehungsweise den Lebensstandard zu halten.

Ins gleiche Horn stößt auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die Riester-Rente könne ein Absinken des Rentenniveaus kompensieren, heißt es da.

Klar, die Versicherer verdienen sich ja auch dumm und dämlich daran. Noch heute versprechen Ihnen die Privatrenten-Befürworter den Himmel auf Erden. Dabei ist bei diesen die Altersvorsorge schon längst zu einem privatisierten Gut, einer handelbaren Ware geworden. Mitunter profitieren lediglich die Anbieter davon. Und nicht Sie!

Studienergebnis: Die private Rentenversicherung ist gescheitert

Eine aktuelle Studie der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen ILO (International Labour Organization) hat die Effekte der privatisierten Renten in unterschiedlichen Regionen ausgewertet. Ihr Bericht Reversing Pension Privatizations. Rebuilding public pension systems in Eastern Europe and Latin America kommt zu einem – ich deutete es bereits an – wahren Horror-Ergebnis. Denn in fünfzehn Ländern dokumentiert dieser Bericht die unzureichende Leistung der privaten (obligatorischen) Renten, z.B. in Europa, Lateinamerika und Zentralasien.

Zusammengefasst kommt die ILO zu dem Schluss, dass auf die Menschen, die private Versicherungen abschließen, enorme Kosten und Risiken umgelegt werden. Denn ihnen werden die Risiken der Finanzmarktschwankungen aufgebürdet und gleichzeitig müssen sie auch noch die steigenden Verwaltungskosten in Kauf nehmen. Schlussendlich erhalten sie reduzierte Rentenleistungen.

Die Anbieter hingegen, also die Versicherungen, profitieren von den Ersparnissen. Aber noch mehr: Die Studie zeigt, dass die Privatisierung der Altersvorsorge sogar zu einer Verschlechterung der Rentenleistungen und damit auch zu einer verschärften Ungleichheit von Einkommen führt.

In Teil 3 zeige ich Ihnen auf, wie das ganze Debakel des deutschen Rentensystems tatsächlich aussieht!

An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Volkspetition-Lesern und Ihren Familien für Ihre Treue bedanken und wünsche Ihnen ein gutes, gesundes, neues Jahr!

Denken Sie immer daran: Sie haben ein Recht auf die Wahrheit!

Herzlichst Ihr

Guido Grandt

Mehr News
https://www.volkspetition.org/wp-content/uploads/2017/01/petition_teaser_niedrigzins-stoppen.jpg16. 01. 2019Horror-Studie belegt: Private Altersvorsorge macht Rentner ärmer! (5)https://www.volkspetition.org/wp-content/uploads/2017/09/Volkspetition_04-225x188.jpg10. 10. 2018„Berliner Komödienstadl“ oder das Ende von Angela Merkel? (2)https://www.volkspetition.org/wp-content/uploads/2017/09/Volkspetition_03-225x188.jpg10. 04. 2018Raffgier-EU: Deutschland muss noch mehr zahlen! (2)https://www.volkspetition.org/wp-content/uploads/2017/09/Volkspetition_03-225x188.jpg15. 02. 2018Europas Schande: „Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig!“ – (2)