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24. 10. 2018

Nach „Hambacher-Forst-Revolution“: Wer zahlt den teuren Strom? (2)

Die „Revolution“ um den Hambacher Forst ist vorerst entschieden. Linke und Umweltaktivisten triumphieren, haben sie doch einen vorläufigen Rodungsstopp gegen den Energiekonzern RWE erreicht.

Der Strompreis wird extrem teurer!

Was Sie vielleicht nicht wissen und in der ganzen Diskussion und um den vorläufigen „Sieg“ der „Hambacher-Forst-Revolutionäre“ untergeht: In den letzten achtzehn Jahren hat sich der Strompreis für mittelständische Betriebe hierzulande fast verdreifacht! Ja, Sie lesen richtig: Verdreifacht.

Und damit natürlich auch für Sie. Das werden Sie anhand Ihrer Stromrechnungen längst bemerkt haben.

Zurück zu den Unternehmen: Diese Teuerung schlägt natürlich vor allem bei der sogenannten energieintensiven Industrie voll zu Buche, bis hin zur Wettbewerbsfähigkeit.

Jetzt können Sie eins und eins zusammenzählen: Kommt nämlich nun auch noch ein staatlich beschleunigter Kohleausstieg hinzu, werden diese Preise astronomisch in die Höhe schnellen. Und damit auch das Problem der Industrie verschärfen.

Das große Schweigen im sprichwörtlichen Walde

Darüber sprechen natürlich die „Hambacher-Forst-Revoluzzer“ und auch die (linke) Politik nicht gerne. Oder auch gar nicht. Schließlich sind überall irgendwo Wahlen. Da macht sich das natürlich nicht gut, dem Wähler zu verklickern, dass der Strompreis noch teurer wird, als er ohnehin schon ist!

Inzwischen beschäftigt sich die sogenannte „Kohlekommission“ der Bundesregierung mit diesen Problemen. Sie besteht aus 28 Mitgliedern (Politiker, Umwelt- und Wirtschaftsexperten), die bis Ende 2018 einen verbindlichen Fahrplan für ein Ende der Kohlekraftwerke und des Tagebaus festlegen sollen. Und zugleich Hilfe für den Strukturwandel in betroffenen Regionen (z.B. dem Rheinischen Revier und der Lausitz) verabschieden.

Wieder einmal: Der Politik ist nicht mehr zu trauen!

Sie erkennen anhand der Energiewende wieder einmal den Zickzackkurs der Politik. Erst wurde Atomkraft in den Himmel gelobt, jetzt der Ausstieg. Ebenso bei der Braunkohle. FDP-Chef Christian Lindner brachte das Dilemma vor Kurzem bei einer Talkshow auf den Punkt, als er sagte: „In Deutschland sind große Projekte gar nicht mehr verlässlich planbar!“ Dazu nennt er ein weiteres Beispiel: „Den Leuten wird gesagt, sie sollen Diesel kaufen, und dann dürfen sie damit nicht mehr in die Stadt fahren!“ Sein Vorschlag klingt vernünftig: „Fragen wir doch das Volk! Vielleicht gibt es ja in Deutschland eine Mehrheit für den Braunkohletagebau.“

Sie werden die Zeche zahlen!

Natürlich wissen Sie und ich, wie das Ganze ausgehen wird: Die Zeche zahlen wieder einmal wir! Und zwar mit horrenden Strompreisen. Außerdem – und das ist ein weiteres großes Problem – bin ich mir nicht sicher, ob wir nur mit Wind und Sonne das Industrieland erhalten können. Denn russisches Gas und amerikanisches Fracking ist ja ebenfalls verpönt.

Letztlich besteht die Gefahr, dass Sie in den kommenden Wintern frieren werden. Ganz sicher aber tiefer in Ihr Portemonnaie greifen müssen, um zukünftig den horrenden Strompreis zu berappen!

Denken Sie immer daran: Sie haben ein Recht auf die Wahrheit!

Herzlichst Ihr

Guido Grandt

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