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21. 11. 2018

Paranoide Führungskräfte? – Ja, bitte! (1)

Manchmal glaubt man wirklich, man könne es nicht glauben! So verrückt sich das auch anhört. Auch mir ergeht es so. Vor allem, als mir eine neue Studie in die Hände fiel, die genau dem Mainstream gegenübersteht. Und deshalb so unfassbar ist! Doch der Reihe nach …

Paranoia und Erfolgseigenschaft gehen Hand in Hand

Mit dem Begriff „Erfolgseigenschaft“ bei Führungskräften wird normalerweise Leistungsbereitschaft, Zielstrebigkeit, Disziplin und Empathie verbunden. All das fördert die Karriere. So jedenfalls die herkömmliche Meinung. Doch nun kommt noch eine weitere Eigenschaft hinzu: Paranoia!

Doch, lieber Leser, das ist mein voller Ernst!

Paranoia und deutsche Führungskräfte

Natürlich weiß ich, dass das Wort Paranoia aus dem griechischen stammt und so viel wie „wider den Verstand“, „wahnsinnig“ oder „verrückt“ heißt. Im engeren Sinne ist das eine Bezeichnung für eine psychische Störung mit Wahnbildungen. Die Betroffenen leiden an einer verzerrten Wahrnehmung ihrer Umgebung und einer feindseligen oder gar bösartigen Haltung ihrer Person gegenüber. Die Folgen davon können sein: Angst, Aggressivität, Misstrauen bis hin zur Überzeugung einer Verschwörung anderer gegen sich selbst.

Tatsächlich äußert sich Paranoia in ihrer milden Form vor allem durch einen übertriebenen Stolz, ein großes Ego und Verhaltensweisen, die einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung stark ähneln.

Vielleicht erkennen Sie dieses Verhaltensmuster? Denn in Deutschlands Führungsetagen sitzen nicht nur viele Narzissten, sondern auch paranoide Chefs.

Also noch einmal: Ausgerechnet eine solche Paranoia soll die Karriere fördern? Ist das ein Witz? Nein, auch wenn es schwer zu glauben ist. Lesen Sie weiter, dann erfahren Sie, warum.

Paranoia ist eine der wichtigsten Erfolgseigenschaften!

Dr. Niels Van Quaquebeke, Professor für Führung und Organisationsverhalten an der Kühne Logistics University in Hamburg, fand in einer Studie („Paranoia as an Antecedent and Consequence of Getting Ahead in Organizations: Time-Lagged Effects Between Paranoid Cognitions, Self-Monitoring, and Changes in Span of Control“) Erstaunliches heraus: Nämlich, dass Paranoia eine der „wichtigsten“ Erfolgseigenschaften des Menschen sein kann.

Jetzt sind Sie bestimmt genauso überrascht, wie ich auch, als ich das gelesen habe.

So funktioniert die „Paranoia“-Studie

Bei der von Prof. Dr. Niels Van Quaquebeke untersuchten Paranoia handelt es sich um ein extremes Misstrauen und einer ständigen Aufmerksamkeit bezüglich potenziell misslicher Situationen. Sowie um die Grundannahme, das soziale Umfeld sei einem selbst gegenüber feindselig eingestellt.

Van Quaquebeke beobachtete über einen Zeitraum von sechs Monaten 441 Angestellte. Diese kamen aus unterschiedlichen Unternehmen, Branchen und Positionen. Am Anfang wurden die Testpersonen von ihm mittels Fragebogen in verschiedene paranoide Stufen kategorisiert.

Zur Verblüffung: Jene Probanden mit höheren Grundwerten der paranoiden Persönlichkeit, hatten einen steileren sowie höheren Aufstieg in der Hierarchie ihres Unternehmens vollzogen. Kurzum: Schneller Karriere gemacht!

Im 2. Teil verrate ich Ihnen, warum Menschen mit Paranoia die „besseren“ Führungskräfte sind und „schneller“ Karriere machen!

Denken Sie immer daran: Sie haben ein Recht auf die Wahrheit!

Herzlichst Ihr

Guido Grandt

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