Bundesverband Initiative 50Plus logo

Bienensterben stoppen

30% der Bienenvölker Deutschlands haben den letzten Winter nicht überlebt. Sterben die Bienen aus, wird es zu einer nie gekannten Krise in der Lebensmittelversorgung kommen. Sorgen Sie mit Ihrer Stimme dafür, dass dies nicht geschieht, denn wir alle sind betroffen!

12.825
Gestartet19. Jun. 2015
Endet22. Mai. 2018
ErstelltRobert Lennartz

Teilen Sie unsere Petition mit Ihrem Netzwerk

Hochgiftige Pestizide verbieten, Bienensterben stoppen, Leben retten!

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Phänomen des Bienensterbens geht uns alle an. Sterben die Bienen aus, wird dies fatale Folgen für den Menschen und die Umwelt haben. Um Albert Einstein zu zitieren: „Wenn die Biene von der Erde verschwindet, hat der Mensch noch vier Jahre zu leben.“ Fakt ist: Die Bienen haben einen gewaltigen Einfluss auf das Funktionieren unseres Ökosystems. 80 % aller Pflanzen werden von den fleißigen Insekten bestäubt und sorgen so für deren Überleben und sichern unsere Nahrungsversorgung. Wie wichtig die Arbeit der Bienen ist zeigt schon die Tatsache, dass deren Arbeit eine volkswirtschaftliche Leistung von mehr als zwei Milliarden Euro jährlich erzeugt!

Die Ursachen des großen Bienensterbens

Das Sterben der Bienenvölker ist ein weltweites Phänomen, das sowohl in Europa, in den USA und auch im Nahen Osten seit etwa 10 Jahren verstärkt auftritt. Sicherlich gibt es mehr als einen Grund dafür. Angefangen von Klimaveränderungen, über monokulturelle Landwirtschaft, Parasitenbefall (hier wird insbesondere die Varroa-Milbe verantwortlich gemacht) als auch genereller Futtermangel, da Wiesen und Felder vor der Blüte gemäht werden.

Die Hauptursache jedoch dürfte woanders liegen. Neue Studien belegen eindeutig, dass Unkrautvernichtungsmittel, unter anderen die sogenannten Neonicotinoide , zu einem Massensterben der Bienenvölker führen. So verendeten im Jahr 2008 in Baden Württemberg Millionen Bienen an dem Insektizid Clothianidin, einem Saatbehandlungsmittel des Chemie-Riesen Bayer. Das Mittel wurde daraufhin verboten. Doch das Verbot währte nur kurz. Bereits ein Jahr später wurde Clothianidin als „unbedenklich“ wieder zugelassen. Die entsprechende Untersuchung dazu lieferte die Firma Bayer selbst.

Überhaupt bemühen sich die Chemie-Konzerne sehr darum, die angebliche Unbedenklichkeit ihrer Produkte für Mensch und Tier zu beweisen. Eine seit dem Jahr 2004 laufende Untersuchung unter dem Namen „Bienen-Monotoring“ versuchte die Ursachen des Bienensterbens zu ergründen. Erstaunlicher Weise kommt diese Studie zu dem Schluss, dass Pestizide mit dem massenhaften Sterben der Bienenvölker zu tun haben. Dieses Ergebnis verwundert allerdings nur dann, wenn man nicht weiß, dass die größten Geldgeber der Studie eben jene Chemie-Konzerne waren (Bayer, BASF und Syngeta), die Milliarden-Gewinne mit dem Verkauf der Pestizide einfahren. Dass diese Studie eine Farce ist steht außer Frage! Es wird also allerhöchste Zeit, dem Treiben der Chemie-Giganten Einhalt zu gebieten. Dazu können Sie mit Ihrer Stimme beitragen.

Angeblich vollkommen unbedenklich – das meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel der Welt!

Das weltweit meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel heißt „Roundup“, der Wirkstoff des Mittels ist das Pflanzengift Glyphosat. Seit 1974 wird das Pflanzengift vom US-Konzern Monsanto in über 130 Ländern vertrieben. Auf der deutschen Website des Mittels suggerieren das Bild eines blühenden Gartens und die Versicherung „Roundup“ sei „vollkommen unschädlich für Mensch und Tier“, Sicherheit. Die angebliche Unbedenklichkeit war es auch, die „Roundup“ seinen Siegeszug um die Welt antreten ließ. Nicht nur in der Landwirtschaft wird das Mittel verwendet, auch in privaten Gärten kommt das Gift massenhaft zum Einsatz. Kritiker weisen schon lange darauf hin, dass „Roundup“ und andere Unkrautvernichtungsmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat alles andere als unbedenklich sind, sondern im Gegenteil eine große Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt darstellen. „Roundup“ ist einfach überall. Es findet sich in der Luft, im Grundwasser und in der Nahrung.

Glyphosat führt innerhalb von 24 Stunden zum Zelltod

Weltweit werden jährlich 740.000 Tonnen Glyphosat versprüht. Experten rechnen mit einer Verdopplung dieser Menge, verspricht das Mittel doch „sichere Ernten und weniger Arbeitsstunden und dies bei guter Umweltverträglichkeit.“ Untersuchungen zeigen, das genaue Gegenteil ist der Fall!

Schon sehr kleine Mengen Glyphosat schädigen das Erbgut von Menschen und Tieren. Das angeblich bienenfreundliche Glyphosat lässt Bienen in Massen sterben.

Zudem zeigen Studien, dass der Unkrautvernichter Krankheiten wie Alzheimer, Diabetes und Krebs den Weg ebnet. Depressionen, Unfruchtbarkeit und auch Herzinfarkte werden mit Glyphosat in Zusammenhang gebracht. Heimische Landwirte, die Glyphosat verwenden, leiden unter Atemwegs- und Hauterkrankungen.

Die Internationale Krebsforschungsagentur der Vereinten Nationen (IARC) hält Glyphosat für sehr wahrscheinlich krebserregend. In Argentinien, wo das Mittel flächendeckend eingesetzt wird, stellte eine Kinderärztin schon 2008 eine überdurchschnittlich hohe Krebserkrankungsrate bei Kindern fest. Diese Nachrichten sollten alarmieren. Doch das Bundesamt für Risikobewertung in Berlin stuft Glyphosat noch immer als ungefährlich für den Menschen ein. Machen Sie von Ihrer Stimme Gebrauch. Zeichnen Sie die Petition, damit dieses hochgefährliche Pflanzengift endlich vom Markt genommen wird.

Viele Länder haben „Roundup“ bereits verboten – Deutschland muss endlich aufwachen!

Immer mehr Länder erkennen die Gefahr, die von glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmitteln ausgeht. In den Niederlanden wurde zumindest die private Nutzung von Glyphosat verboten. Frankreich hat jetzt ein Verkaufsverbot für „Roundup“ erlassen.

Die Bundesregierung muss die erheblichen Gefahren, die von Pestiziden wie „Roundup“ und anderen für Mensch, Tier und Umwelt ausgehen endlich ernst nehmen! Das Bienensterben ist erst der Anfang. Wenn nicht bald ein Umdenken in der Landwirtschaft erfolgt, kann es zu einer echten Katastrophe kommen. Es kann nicht angehen, dass zur Risiko-Bewertung von Pestiziden ausgerechnet Studien der Hersteller zurate gezogen werden, während unabhängige Studien nicht berücksichtigt werden. Nutzen Sie Ihre Stimme und zeichnen Sie diese Petition. Das Bienensterben geht uns alle an! Schützen Sie Ihre Gesundheit und unsere Umwelt!

An wen ist die Petition gerichtet

Stoppen Sie das Bienensterben, schützen Sie die Gesundheit der Bundesbürger und -bürgerinnen

Sehr geehrte Bundesregierung,

hiermit fordern die Unterzeichner der Petition Sie auf, das massenhafte Bienensterben in Deutschland zu stoppen, indem Sie ein generelles Verbot für gefährliche Pestizide erlassen.

Als gewählte Vertreter des Volkes haben Sie die Verpflichtung, sich für die Gesundheit der Bürger und für den Schutz der Umwelt einzusetzen. Es kann nicht angehen, dass herstellerunabhängige Studien und Untersuchungen, welche die Gefahren für Mensch, Tier und Umwelt von gängigen Pestiziden belegen, außer Acht gelassen werden. Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung seine Risiko-Einschätzung von Pestiziden auf von Chemie-Konzernen bezahlten Studien aufbaut.

Es darf nicht sein, dass die Bundesregierung die Gesundheit der Bundesbürger wissentlich gefährdet.

Konkret fordern wir Sie auf:

  • Ein sofortiges Verbot für Pestizide mit dem Inhaltsstoff Glyphosat zu erlassen.
  • Herstellerunabhängige Studienergebnisse zu den Gefahren von Pestiziden aufzunehmen und entsprechend zu handeln.
  • Mensch und Umwelt gefährdende Pestizide sofort und dauerhaft zu verbieten.
  • Die Einhaltung der Verbote zu überwachen und Verstöße zu ahnden.
  • Unabhängige Studien zu den Gefahren von Pestiziden für Mensch, Tier und Umwelt in Auftrag zu geben.
  • Entwicklung von nachhaltigen Maßnahmen zur Erhaltung der Bienenpopulation.

Wir machen hiermit von unserem Petitionsrecht aus Art. 17 GG Gebrauch und fordern Sie auf, die beschriebenen Forderungen schnellstmöglich umzusetzen.

Warum andere diese Petition unterstützen

Dr. Peter F: Cronau
23. Mai. 2018 - 11:20 Uhr
Ich bin Tierarzt und Naturfreund
Lothar Brenner
22. Mai. 2018 - 15:36 Uhr
Es ist allerhöchste Alarmstufe, endlich gegen die Pestizid-Verbreitung sowie gegen das dadurch verursachte Bienensterben dringenden Einspruch zu erheben.\nLothar Brenner