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Kein EU-Verbot von alternativen Arzneimitteln für Tiere

Es droht das Ende von alternativen Arzneimitteln wie Homöopathie für Tiere. Doch die Verodnung COM(2014)558 wird nur der Anfang sein. Helfen Sie mit, damit der Einsatz von von alternativen Arzneimitteln in Europa weiter möglich bleibt!

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Gestartet22. Apr. 2016
Endet13. Jul. 2017
ErstelltDr. Daniela Birkelbach

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Kein EU-Verbot von alternativen Arzneimitteln für Tiere!

Sehr geehrte Damen und Herren,

dass der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung massiv eingeschränkt werden muss, ist inzwischen zum Glück allgemein anerkannt. Zum Wohl der Tiere und der Umwelt, aber auch der Menschen führt kein Weg daran vorbei. Auch die EU hat es sich offiziell zum Ziel gesetzt, den Antibiotikaeinsatz bei Tieren zu verringern. Doch die von der Europäischen Kommission vorgelegte Verordnung über Tierarzneimittel bringt keine gesetzliche Einschränkung des Antibiotikaeinsatzes. Es droht sogar das genaue Gegenteil: Das Aus für die Anwendung von alternativen Arzneimitteln bei Tieren! Also gerade homöopathische oder naturheilkundliche Arzneimittel, die seit langer Zeit erfolgreich eingesetzt werden. Wir fordern deshalb: Alternative Arzneimittel müssen auch weiterhin bei Tieren eingesetzt werden dürfen!

Zulassungspflicht bedroht eine ganze Branche

Mit der geplanten Verordnung sollen die Zulassungsbedingungen für Tierarzneimittel neu geregelt werden. Anders als bisher sollen nur noch Medikamente eingesetzt werden dürfen, die eine tiermedizinische Zulassung haben. Um eine solche Zulassung zu bekommen, müssten die Hersteller aber ein aufwändiges und extrem teures Verfahren durchlaufen. Für die großen Pharmakonzerne wäre das natürlich kein Problem. Die allermeisten Hersteller von alternativen Arzneimitteln verfügen aber nicht über die dafür nötigen Mittel und würden so vom Markt gedrängt. Die von der Kommission geplante Verordnung würde sich somit faktisch wie ein Verbot von Tierhomöopathie und -naturheilkunde auswirken! Damit wäre mit einem Mal eine ganze Branche in ihrer Existenz bedroht.

Bürokratische Attacke auf Homöopathie abwehren

Wie aber kommt es, dass aus dem eigentlichen Ziel der EU, den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung einzuschränken, ein Angriff auf die alternative Medizin geworden ist? Der Verdacht liegt nahe, dass die Pharmaindustrie Einfluss auf die geplante Verordnung genommen hat. Denn wem nützt es, wenn kleine unabhängige Hersteller von alternativen Arzneimitteln vom Markt verschwinden? Wenn man die Konkurrenz durch tier- und umweltfreundliche Medikamente nicht mehr fürchten muss?

Und das drohende Ende der Tierhomöopathie könnte erst der Anfang sein! Denn wenn die Hersteller alternativer Arzneimittel erst einmal wirtschaftlich und politisch in die Ecke gedrängt sind, droht ihnen vielleicht bald schon das komplette Aus!

Kommt die Verordnung, gilt sie in der ganzen EU

Ein faktisches Verbot der Tierhomöopathie droht nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen EU. Denn eine EU-Verordnung gilt in allen Mitgliedstaaten gleichermaßen. Die einzelnen Staaten hätten dann keine Möglichkeit mehr, den Einsatz von Tierarzneimittel eigenständig zu regeln. Die gute Nachricht: Noch ist die Verordnung nicht verabschiedet. Erst wenn sich die Europäische Kommission, das Europaparlament und der Rat als Vertretung der EU-Mitgliedstaaten auf eine finale Fassung geeinigt haben, kann sie in Kraft treten.

Auch Europaparlament und Bundesregierung sagen: Nein zum Verbot!

Dass die von der Europäischen Kommission vorgelegte Verordnung in eine falsche Richtung geht, hat das Europäische Parlament schon klargestellt. In einer Stellungnahme, die das Parlament am 10. März beschlossen hat, fordern die Abgeordneten, dass homöopathische Arzneimittel auch weiterhin ohne tiermedizinische Zulassung bei Tieren eingesetzt werden dürfen. Auch die deutsche Bundesregierung und der Bundesrat haben schon erklärt, dass sie die geplanten Regelungen der Verordnung zu alternativen Tierarzneimitteln ablehnen. Höchste Zeit also für die Europäische Kommission umzudenken! Nur wenn die Kommission ihre Position ändert, kann der Angriff auf die alternative Medizin abgewehrt werden.

Wir fordern: Tierhomöopathie muss möglich bleiben!

Der Versuch der Brüsseler Bürokraten, den Einsatz von alternativen Arzneimitteln bei Tieren faktisch zu verbieten, darf keinen Erfolg haben! Haus- und Nutztiere werden von vielen Menschen seit langem erfolgreich mit Homöopathie und Naturheilkunde behandelt. Das Recht, genau das auch weiterhin zu tun, lassen wir uns nicht nehmen. Wir fordern die Europäische Kommission deshalb auf: Hören Sie auf die gewählten Volksvertreter des Europäischen Parlaments und auf die deutsche Bundesregierung und überarbeiten Sie die geplante Tierarzneimittel-Verordnung. Sorgen Sie dafür, dass alternative Arzneimittel auch weiterhin bei Tieren eingesetzt werden können!

An wen ist die Petition gerichtet

Sehr geehrter Herr Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker,
sehr geehrte Mitglieder der Europäischen Kommission,

hiermit fordern die Unterzeichner dieser Petition Sie auf, die von Ihnen geplante EU-Verordnung über Tierarzneimittel (COM(2014) 558) grundlegend zu ändern, damit der Einsatz von alternativen Arzneimitteln wie etwa Homöopathie bei Tieren in Europa weiterhin möglich bleibt!

Würde die Verordnung in der von der Kommission vorgelegten Form in Kraft treten, würde das ein faktisches Verbot der Anwendung von homöopathischen und naturheilkundlichen Arzneimitteln bei Tieren in der ganzen EU bedeuten: Für die im Entwurf vorgesehene verpflichtende tiermedizinische Zulassung müssten Hersteller alternativer Arzneimittel ein aufwändiges und extrem teures Verfahren durchlaufen, für das ein Großteil der Hersteller die nötigen Mittel fehlen. Sie würden von den großen Pharmakonzernen vom Markt gedrängt werden!

Eine große Zahl von Tierärzten, Tierheilpraktikern und Tierhalten setzt seit langem sehr erfolgreich alternative Arzneimittel bei Tieren ein. Es kann nicht sein, dass sie von der EU gezwungen werden sollen, ihre Tiere stattdessen mit den Produkten der Pharmaindustrie zu behandeln. Und das obwohl die Nebenwirkungen und negativen Umweltauswirkungen etwa von Antibiotika allgemein bekannt sind und es sogar das erklärte Ziel der EU ist, den Antibiotikaeinsatz bei Tieren zu reduzieren. Mit der vorliegenden Verordnung droht jetzt aber das genaue Gegenteil: Das Ende für tier- und umweltfreundliche Alternativen!

Wir fordern Sie daher auf,

  • sich der Forderung des Europäischen Parlaments und der deutschen Bundesregierung zu beugen, dass der Einsatz alternativer Arzneimittel bei Tieren in Europa weiterhin möglich bleiben muss.
  • die Artikel 115 und 116 der Verordnung (COM(2014) 558) gemäß dem Änderungsantrag des Europäischen Parlaments so zu ändern, dass homöopathische Arzneimittel auch ohne tiermedizinische Zulassung bei Tieren eingesetzt werden dürfen.

Wir machen hiermit von unserem Petitionsrecht nach Art. 227 AEUV Gebrauch und fordern Sie auf, die Verordnung über Tierarzneimittel (COM(2014) 558 final) gemäß diesen Forderungen zu überarbeiten.

Warum andere diese Petition unterstützen

Jacqueline Gebauer
27. Okt. 2017 - 12:39 Uhr
Ich behandle meine komplette Familie mit homöopathischen Arzneimitteln. Vom Säugling bis zum Großvater, vom Hund bis zum Meerschweinchen. Das funktioniert absolut gut und warum sollte ich da auf das Gift der Pharmaindustrie zurückgreifen? Diese Einstellung sollte auch die EU übernehmen. Verschließt nicht länger die Augen vor der Geldgier der Pharma-Multis!!!
Heidemarie Rittscher
27. Okt. 2017 - 11:43 Uhr
Diese Pharma Mafia sollte ihre Pillen selber Fressen. Reine Diktatur was da oben läuft.
Herta Classen
24. Okt. 2017 - 16:00 Uhr
Es kann doch nicht angehen, das man etwas verbieten will, was unseren Tieren hilft.
Sabine Klapper
12. Sep. 2017 - 14:50 Uhr
Ich habe Tiere, die für mich Familienmitglieder sind, und zum Teil nur noch dank alternativer Heilmittel am Leben sind. Da die Tiere nicht selbst aussuchen können, möchte ich als Tierhalterin die größtmögliche Auswahl haben. Uneingeschränkt durch Politiker und sonstwen.
Anissa Ciaccia
06. Aug. 2017 - 09:15 Uhr
Ich persönlich möchte keine vorgegebene Medikamenten einnehmen wenn ich die Wahl zwischen alternativen Heilmitteln hab soll es meine Sorgen sein genauso wie bei meinen Haustieren wir benutzen sehr gerne homöopathische Heilmittel und sind vollkommen zufrieden damit ! Ich möchte nicht nur weil die Medikamente zu billig für Industrie sind mehr drauf zahlen und damit auch noch meine Gesundheit schädigen ! Als Beispiel Methadon und viele andere zu billige Medikamente für den Staat. Denen ist es doch lieber das wir eingeschränkt Leben und auf Hilfe von der Mafia Industrie angewiesen sind! ...
Marina Blank
02. Aug. 2017 - 16:37 Uhr
Wir brauchen keine Diktatur.
martin  rikels
30. Jul. 2017 - 18:48 Uhr
Alternative Arzneimitteln sind besser als ihr ruf und führen auch zur Heilung der krankheit jeder muss selbst bestimmen was er will
ines arnd
20. Jul. 2017 - 11:56 Uhr
jetzt soll auch noch an den treuesten begleitern des menschen richtig kasse gemacht werden; ein unrecht, wie es bereits den menschen angetan wird.
kurt klöcker
18. Jul. 2017 - 16:26 Uhr
Man sollte diesen perversen Verein auflösen !
Edda Seeger
16. Jul. 2017 - 23:37 Uhr
Als Kunde sollte - nein: MUSS - man frei entscheiden können, welche Mittel man für sein Tier möchte!
Katharina  Fünfzig
06. Jul. 2017 - 15:17 Uhr
Ich unterschreibe,weil ich in Zusammenarbeit mit dem Tierarzt meines Vertrauens, selbst entscheiden möchte welche Behandlung für mein Tier die beste ist.
Brigitte Brodhun
02. Jul. 2017 - 09:00 Uhr
ich habe die Tierhomöopathie als hilfreich beim Katzenschnupfen kennen gelernt. Gerade Tiere reagieren sehr gut darauf. Und das ist erschwinglich, auch ein Grund.
Michael Stadler
29. Jun. 2017 - 08:32 Uhr
Ich unterzeichne weil die pharnamedizin nicht gut für Tiere ist , die Alternativmedizin ist die sanftere Methode und besser verträglich .das was die pharmamedizin heilt nicht , sondern beseitigt nur die Symptome und macht noch mehr krank .
Dietmar Lasse
12. Jun. 2017 - 18:39 Uhr
Dies ist genau so dumm wie damalige Gurkenregulierung. Die EU sollte sich um wichtigere im Zusammenhang mit Tieren stehende Temen kümmern.
Undine Werstler
12. Jun. 2017 - 08:36 Uhr
Die Pharmaindustrie sollte nicht noch mehr Macht bekommen!!!