Abgeltungssteuer abschaffen

Abgeltungssteuer abschaffen

Die Niedrigzinspolitik macht es Privatanlegern schwer, das Ersparte gewinnbringend anzulegen. Wer sein Geld für die Altersvorsorge langfristig anlegt, muss dies wieder steuerfrei tun können. Die pauschale Abgeltungssteuer für alle muss abgeschafft werden!

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8.021

Gestartet
24. Apr. 2015

Endet
offen

Erstellt
volkspetition.org

Spekulationsfrist wiederbeleben, Steuergerechtigkeit wiederherstellen!

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr 2007 verabschiedete die ehemalige Bundesregierung das sogenannte „Unternehmenssteuerreformgesetz“. Ein Name, der geschickt davon ablenkt, was dieses bürokratische Ungetüm tatsächlich für Sparer und private Anleger bedeutete: die Abschaffung der sogenannten Spekulationsfrist. Nach dieser Frist waren bis dahin langfristig erwirtschaftete Einkünfte aus Spar- und Geldanlagen vollständig von Steuern befreit. Die geltende Regelung wurde zum 1. Januar 2009 durch die Einführung einer pauschalen „Abgeltungssteuer“ von 25 Prozent (zuzüglich Solidaritätszuschlag) ersetzt. Seitdem fließt ein Viertel der Einkünfte von Privatanlegern in den Bundeshaushalt.

Bis 2009 standen private Anleger unter besonderem Schutz

Bevor der damalige Finanzminister Peer Steinbrück die pauschale Abgeltungssteuer einführte, schützte der Staat Sparer, die ihr Geld, z.B. für die Altersvorsorge, langfristig angelegt hatten. Auf Gewinne von Privatanlegern aus Kapitalanlagen (also Aktien, Wertpapiere, Investmentanteile, Anleihen, Termingeschäfte, Pfandbriefe etc.), die nach einer Frist von zwölf Monaten erzielt werden, wurden bis dahin keinerlei Steuern erhoben. So unterschied der Staat zwischen Sparern und Spekulanten. Letztere mussten ihre kurzfristigen Gewinne mit ihrem persönlichen Einkommenssteuersatz verrechnen. Diese Unterscheidung wurde mit der Einführung der pauschalen Abgeltungssteuer und der Abschaffung der Spekulationsfrist aufgehoben.

Die Abschaffung der Spekulationsfrist traf vor allem private Sparer hart

Angestellte, die etwas für die Rente beiseitelegen, Familien, die auf ein Eigenheim hoffen, oder Eltern, die für das Studium der Kinder sparen, wurden durch die Gesetzesänderung besonders getroffen. Denn: Die Abschaffung gilt auch für Aktienfondsanleger, die langfristig und regelmäßig einen Betrag in einen privaten Sparplan einzahlen. Bei der Auflösung bzw. Auszahlung einer Anlage bzw. eines Depots muss nun für jede Einzahlung, die nach dem 1. Januar 2009 einging, die Abgeltungsteuer auf den Wertzuwachs der neuen Aktien oder Fondsanteile angewendet werden. Während man den Bürgern also immer wieder empfahl, selbst für ihre Altersvorsorge zu sorgen, führte die Regierung eine Steuer genau auf solche Anlagen ein!

Eigentlich wollte Steinbrück die Kapitalflucht bekämpfen

Mit der Abgeltungssteuer wollte die Regierung ursprünglich verhindern, dass Großverdiener ihr Geld in Steuerparadiesen vor dem Zugriff der deutschen Finanzämter verstecken. Denen sollte ein verlockendes Angebot gemacht werden, ihr Geld in Deutschland zu versteuern – schließlich liegen pauschale 25 Prozent deutlich unter dem Spitzensatz der Einkommensteuer. Diesen hätten Wohlhabende vor Ablauf der Spekulationsfrist auf ihre Gewinne zahlen müssen. Allerdings schlossen im Jahr 2014 fast 50 Staaten aus aller Welt eine Übereinkunft zum gegenseitigen Austausch von Finanzdaten: Sie wollen sich ab 2017 automatisch gegenseitig über die Kapitaleinkünfte ausländischer Bankkunden informieren. Auch die Schweiz und Singapur, traditionell beliebte Ziele um Geld vor dem Fiskus zu schützen, unterzeichneten. Damit ist es fast unmöglich geworden, Geld im Ausland zu verstecken. Und die politische Rechtfertigung für die pauschale Abgeltungssteuer entfällt.

Steuereinnahmen auf Rekordniveau: Das Geld für eine Entlastung ist da

Wenn im Jahr 2017 die internationale Vereinbarung zum Austausch von Bankdaten in Kraft tritt, werden die Einnahmen der Staatskasse weiter ansteigen. Dabei hätte Finanzminister Wolfgang Schäuble die zusätzlichen Einnahmen fast gar nicht nötig: Voller Stolz präsentierte er einen ausgeglichenen Bundeshaushalt für das kommende Jahr, konnte die „schwarze Null“ dann sogar schon im Jahr 2014 erreichen. Tatsächlich hat das Finanzministerium noch nie so hohe Steuereinnahmen verbuchen können wie im letzten Jahr. Das heißt konkret: Das Geld für eine lange überfällige Entlastung der Steuerzahler ist da!

Wir fordern: Sparer müssen endlich von steigenden Steuereinnahmen profitieren

Die unter der Niedrigzinspolitik leidenden Finanzmärkte machen es Privatanlegern momentan schwer genug, ihr Erspartes gewinnbringend anzulegen. Gerade jetzt sollte die Regierung die privaten Sparer bei ihrer Altersvorsorge unterstützen. Und: Von den steigenden Einnahmen des Bundes muss endlich auch der Normalbürger profitieren! Sparer und Privatanleger müssen dringend entlastet werden! Die Wiedereinführung der Spekulationsfrist von 12 Monaten wäre das geeignete Mittel, um die zu belohnen, die hart dafür arbeiten, monatlich wenigstens einen kleinen Betrag beiseitelegen zu können.

Petitionsschreiben an
Bundesminister der Finanzen Dr. Wolfgang Schäuble,
Abgeordnete des Deutschen Bundestages


Deutsche Sparer durch die Wiedereinführung der Spekulationsfrist entlasten!

Sehr geehrter Herr Bundesminister der Finanzen Dr. Wolfgang Schäuble,
sehr geehrte Mitglieder des Bundestags,

hiermit fordern die Unterzeichner dieser Petition Sie auf, die Spekulationsfrist wieder einzuführen und Kapitaleinkünfte nach Ablauf dieser Frist von der Steuer zu befreien, wie es bis zum 1. Januar 2009 die Regel war. Mit dem internationalen Abkommen zum automatischen Austausch von Steuerinformationen entfällt jedwede Grundlage für die Abschaffung der Spekulationsfrist und die Einführung der Abgeltungssteuer, die darauf ausgerichtet ist, Kapitalflucht zu bekämpfen. Die durch den Informationsaustausch entstehenden Mehreinnahmen, die im Jahr 2014 auf ein Rekordniveau gestiegenen Steuereinnahmen und der davon profitierende, schon jetzt ausgeglichene Bundeshaushalt ermöglichen es Ihnen, durch eine Wiedereinführung der Spekulationsfrist endlich die langfristig orientierten Privatanleger zu entlasten: Stellen Sie die Steuergerechtigkeit wieder her und belohnen Sie die Sparer!

Konkret fordern wir Sie auf,

  • die gesetzliche und damit steuerliche Unterscheidung von kurzfristigem Wertpapierhandel wie Aktien-Spekulation und langfristigen Geldanlagen und Sparplänen, wie bis zum 1. Januar 2009 gültig, wiederherzustellen
  • die Spekulationsfrist von 12 Monaten auf Kapitaleinkünfte von Privatanlegern wieder einzuführen und damit langfristige Geldanlagen von der Steuer zu befreien
  • die Abgeltungssteuer von 25 Prozent auf Gewinne aus privaten Kapitalanlagen (wie Wertpapierverkäufen, Zinsen und Dividenden), die nach einem Anlagezeitraum von 12 Monaten erzielt werden, nicht mehr anzuwenden

Wir machen hiermit von unserem Petitionsrecht aus Art. 17 GG Gebrauch und fordern Sie auf, die geltenden Steuergesetze gemäß dieser Forderungen zu reformieren.

Warum andere diese Petition unterstützen


Holger Nissen

05. Feb. - 14:42 Uhr

Fehlende Progression


Klara Widmann

02. Feb. - 17:16 Uhr

Das was ich im Leben gespart habe, möchte ich nicht korrupten Leuten geben, sondern für meine Familie verbrauchen.


Alfons Wawryk

30. Jan. - 15:39 Uhr

Auch kleine Rentner/innen mit geringen Ersparnissen sollten davon profitieren !!!


Pavel Kavan

30. Jan. - 13:14 Uhr

Abgeltungssteuer mindert meine Altersvorsorge. Es geht um bereits versteuertes Geld.


Tobias Buhr

25. Jan. - 18:08 Uhr

das Geld das ich anlege gehört mir und niemandem sonst


Beate Knepel

01. Jan. - 11:12 Uhr

Es gehts um mein Geld von dem ich im Alter leben möchte.


Patrick Fabian

28. Dec. - 13:53 Uhr

Ich will straflos sparen können!!!


Dieter Hümmer

27. Dec. - 09:51 Uhr

Sparen und Vermögensbildung (Wohlstand für Alle) sind wichtig.


Marcel Izquierdo

27. Dec. - 00:55 Uhr

Weil hier die kleinen Leute, die eine Altersvorsorge aufbauen wollen, mit dem momentanen System bestraft werden!


Benjamin Bohm

26. Dec. - 20:53 Uhr

Der Staat kann den Menschen keine annähernd ausreichende Rente ermöglichen und greift bei Menschen, die eigenverantwortlich vorsorgen nochmals in die Brieftasche - so funktioniert die Berliner Republik!


gerdaa Graef

23. Dec. - 20:12 Uhr

Ich habe mein erspartes bereits versteuert - und werde jetzt noch bestraft weil ich sparen will? Hallo wo lebe ich!! ich spraedamit ich im Alter dem Staat nicht zur Last falle und diejenigen die alles auf den Kopf hauen werden später von meinem Geld auch noch unterstützt.....!


Christine Rosenberg

20. Dec. - 18:47 Uhr

Es ist in der heutigen Zeit nicht vermittelbar, dass die Altersvorsorge, die ja vom Einkommen eingezahlt wird, bei der Auszahlung versteuert werden muß.


Hans Farsch

16. Dec. - 14:15 Uhr

29% auf Kursgewinne bzw. auf angeheizte Inflation ist eindeutig zuviel, auch im internationalen Vergleich, keine Berücksichtigung, ob Aktie 2 Tage oder 10 Jahre für die Altersvorsorge gehalten wird, ungerecht, Spekulationsfrist wäre eindeutig gerechter


Arno Bagemühl

13. Dec. - 13:20 Uhr

Die Zinsen für Erspartes liegen dank der EZB seit Jahren im Keller. Der nimmersatte Staat hat hier auch wieder seine Hände in unseren Bankkonten. Das muß endlich aufhören.


Wolf-Dieter Loos

12. Dec. - 21:55 Uhr

Bei Einführung der sog. "Abgeltungssteuer" waren - wenn ich mich rehct erinnere - über 6.000 DEM steuerfrei, bei Ehepaaren das Doppelte. Heute soll jeder Atemzug und jeder Furz noch extra besteuert werden! Wie wärs mal mit der Betseuerung von "Aufwanfsentschädigungen" bei den für Rumsitzen bezahlten Volkszertretern???


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